AHK-Russlandkonferenz 2020 – Ein Resümee

Mehr als 500 Manager, Politiker und Vertreter von führenden Wirtschaftsverbänden besuchten die AHK-Russlandkonferenz im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin.

AHK-Russlandkonferenz 2020 – Ein Resümee

Trotz EU-Sanktionen sei Deutschland „entschlossen und gewillt“ zur engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf der AHK-Russlandkonferenz am Dienstag. Er sehe eine zunehmende Investitionsbereitschaft deutscher Firmen im größten Flächenstaat der Erde. Zudem kündigte Altmaier die Gründung einer deutsch-russischen Arbeitsgruppe zur Energiepolitik an. Durch den Umstieg auf erneuerbare Energien benötige Deutschland übergangsweise russisches Erdgas aus den Nord-Stream-Pipelines. Altmaier lobte Russland für seine Innovationsfähigkeit, übte aber auch Kritik. Bei Gesprächen mit dem angereisten Industrie- und Handelsminister Denis Manturow und mit Maxim Oreschkin, dem neuen Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ging es um „harte politische Punkte“ zu Fragen wie Lokalisierungsvorschriften für deutsche Unternehmen. Russlands Regierung müsse „gute und flexible Lösungen“ für deutsche Firmen finden, so der Minister.

Mehr als 500 Manager, Politiker und Vertreter von führenden Wirtschaftsverbänden besuchten die AHK-Russlandkonferenz im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. Zu den Highlights zählten die Grußworte der beiden Minister Altmaier und Manturow sowie des DIHK-Außenwirtschaftschefs Dr. Volker Treier. Darauf folgten eine Keynote von Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel und eine hochkarätige Plenarsitzung zum Thema Innovationen als Wachstumsmotor mit dem stellvertretenden Wirtschaftsminister Aser Talybow, der Geschäftsführerin des Russischen Exportzentrums Weronika Nikischina sowie mit Skolkowo-Vorstandschef Wiktor Wechselberg, Siemens-Russlandchef Alexander Liberow, Kearney-Partner Sören Mark Grabowski, Hermith-Geschäftsführer Alexej Rasskasow und Phoenix-Contact-CEO Frank Stührenberg. Später hielt auch der neue Präsidentenberater und Ex-Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin eine kurze Keynote zu den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen.

Eine Podiumsdiskussion zur Markterschließung und Expansion in Russland und Panels zu den Themenbereichen Export, technische Regulierung in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und künstliche Intelligenz rundeten das Programm ab. Am Abend lud der Russische Botschafter Sergej Netschajew zum Abendempfang in die Russische Botschaft in Berlin ein. Neben Netschajew hielten auch AHK-Vorstandschef Matthias Schepp und Sergej Katyrin, Präsident der Russischen Handelskammer, eine Ansprache an die versammelten Top-CEOs und Diplomaten. Bei sanfter Jazzmusik, russischem Fingerfood, Wein und Wodka ließen die Teilnehmer der AHK-Russlandkonferenz den Abend ausklingen.

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