CSR und Digitalisierung: Technologische Schubkraft für Inklusion

15 Prozent der Weltbevölkerung sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation Menschen mit Behinderungen. Nicht nur der Staat, sondern auch die Wirtschaft sollten für ein barrierefreies Lebensumfeld dieser Menschen sorgen. Unternehmen setzen zunehmend auf moderne Technologien bei Projekten zur sozialen Integration von behinderten Menschen. Dieser Trend wurde in einer Sitzung des AHK-Komitees Soziale Verantwortung (CSR) diskutiert.

CSR und Digitalisierung: Technologische Schubkraft für Inklusion

Digitale Inklusion

Yulia Sarviro, Senior Project Manager der Globalen Initiative für inklusive Informations- und Kommunikationstechnologie (G3ict), berichtete über die digitale Inklusion, die zu einem Schlagwort im CSR-Bereich geworden ist. Durch den IT-Fortschritt würden für Menschen mit Behinderungen immer mehr unzugängliche Formate und andere Barrieren entstehen. Die digitale Inklusion müsse dieses Problem beheben und die digitalen Dienste so anpassen, dass sie jedem zugänglich seien. Sarviro findet, dass die Wirtschaft bei der Verbreitung der Prinzipien der digitalen Inklusion zuletzt eine zunehmend größere Rolle spiele. Dies spiegle sich auch in einer G3ict-Umfrage wider, in der 62 Prozent der befragten Unternehmen die digitale Inklusion als wichtig bezeichneten.

Renaissance der Kybernetik

Einen Einblick in die neuen Anpassungsmöglichkeiten für behinderte Menschen gab Alexandra Budnik, die beim Unternehmen Motorica für die Zusammenarbeit mit Charity-Organisationen zuständig ist. Dabei stellte sie Modelle moderner bionischer Prothesen vor. Ihrer Meinung nach lassen sich diese Prothesen nicht nur gut steuern, sondern sind sogar ein modisches Accessoire.

Alexandra Budnik, Leiterin der Abteilung für Zusammenarbeit mit mit Charity-Organisationen bei Motorica

Wir stehen vor einer Renaissance der Kybernetik. Dank Technologien können Menschen mit Behinderungen nicht mehr als Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten bezeichnet werden

Alexandra Budnik, Leiterin der Abteilung für Zusammenarbeit mit mit Charity-Organisationen bei Motorica

Neben dem Kerngeschäft als Prothesenhersteller arbeite Motorica mit Hilfsstiftungen zusammen und helfe Bedürftigen, die nötigen Mittel zu finden.

CSR im virtuellen Format

Ekaterina Myslitskaja, Generaldirektorin der Wohltätigkeitsstiftung Ronald McDonald House, berichtete über ein Programm kostenloser Fitness-Webinare zur körperlichen Anpassung kranker Kinder. Das von Ronald McDonald House ins Leben gerufene Programm werde mittlerweile von 41 Regionen und vier Ministerien mitgetragen. Jede Woche würden 3.500 neue Nutzer hinzustoßen. „Das digitale Format hat uns geholfen, unser Publikum zu erweitern“, lautete das positive Fazit von Myslitskaja.

Galina Melnikowa, Präsidentin der Stiftung „Doroga wmeste“, sprach über ihre Online-Plattform „Tworim dobro wmeste“, wo Hilfsprojekte vorgestellt und Spenden gesammelt werden können. In Pandemie-Zeiten ist die Plattform besonders gefragt: Mit “Stop COVID-19" wurde dort eine Spendenaktion für medizinische Einrichtungen gestartet.

Soziale Verantwortung ist das Hauptthema der aktuellen Ausgabe des „Impuls“-Magazins der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Im neuen Heftberichten AHK-Mitgliedsunternehmen über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung sozialer Projekte und die Schwerpunkte ihrer Wohltätigkeit.

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