Nördlicher Seeweg: Neuer Frachtrekord, aber vom Ziel noch weit entfernt

Der Frachtverkehr auf der Nordostpassage hat am 17. Dezember mit 33,5 Millionen Tonnen einen neuen Rekordwert erreicht. Bis Ende 2021 sollte der Frachtumschlag bei mehr 34 Millionen Tonnen liegen. Im Jahr 2020 wurden 32,97 Millionen Tonnen Fracht auf der Schifffahrtsroute entlang der russischen Nordküste befördert. Maßgeblich verantwortlich für den Rekord-Transit von Fracht auf diesem Handelsweg waren deutsche Reedereien.

Nördlicher Seeweg: Neuer Frachtrekord, aber vom Ziel noch weit entfernt

Der Großteil des Frachtaufkommens entfällt auf den Transport von Kohlenwasserstoffen und verwandten Komponenten. Nach Angaben der russischen Atombehörde Rosatom wurden durchs russische Nordmeer 7,7 Millionen Tonnen Erdöl und Erdölprodukte, 19,6 Millionen Tonnen LNG (Flüssiggas) und Gaskondensat sowie 221.500 Tonnen Kohle transportiert. 

In den vergangenen Jahren ist das Frachtaufkommen auf dem nördlichen Seeweg stetig gestiegen. "Im Jahr 2016 erreichte das Volumen der über die Nordostpassage beförderten Güter 7,5 Millionen Tonnen und übertraf damit erstmals die zu Sowjetzeiten erreichten Zahlen, als 1987 knapp 6,5 Millionen Tonnen über diese Seeroute befördert wurden", berichtete Rosatom.

Der Gütertransit durch das russische Nordmeer lag 2021 bei zwei Millionen Tonnen und ist damit um 0,7 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt 92 Schiffe passierten die Nordostpassage, davon 13 unter russischer und 79 unter ausländischer Flagge. Deutsche Reedereien stehen bei der Anzahl der Fahrten an erster Stelle unter den ausländischen Frachttransporteuren: Sie absolvierten 22 Fahrten in östlicher und westlicher Richtung und beförderten Stückgut, darunter Container sowie Kohle und Eisenerzkonzentrat. Schiffe unter norwegischer und Schweizer Flagge unternahmen 18 Fahrten, Schiffe unter chinesischer Flagge 14 Fahrten und Schiffe unter niederländischer Flagge sechs Fahrten.

Die im Jahr 2021 erreichten Zahlen übertreffen die im föderalen Projekt "Entwicklung des nördlichen Seewegs" festgelegten Vorgaben. Russland will im Rahmen dieses Vorhabens die notwendige Infrastruktur auf der Nordostpassage schaffen, um eine ganzjährige Schifffahrt und damit einen massiven Anstieg des Güterverkehrs zu sichern. 2018 unterzeichnete Präsident Wladimir Putin einen Erlass, mit dem das Frachtaufkommen auf dem nördlichen Seeweg zum Jahr 2024 auf 80 Millionen Tonnen gesteigert werden soll. Daher muss das Güterverkehrsaufkommen in den verbleibenden drei Jahren mehr als verdoppelt werden, wobei der Anstieg für 2021 nur bei drei Prozent lag. Bis 2030 sollen 110 Millionen Tonnen Frachtgüter über die nördliche Seeroute transportiert werden. 

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