Stärkere Kontrolle von Bargeld- und Immobilientransaktionen

Zukünftig kann ein in die Liquidation gehendes Unternehmen seine Mitarbeiter mit einer Einmalzahlung in Höhe von mindestens dem Doppelten des jeweiligen monatlichen Durchschnittsgehaltes abfinden und damit den Prozess der Liquidation beschleunigen.

Stärkere Kontrolle von Bargeld- und Immobilientransaktionen

Gleichzeitig werden durch die am 13. August 2020 in Kraft tretenden Gesetzesänderungen die Arbeitnehmerrechte besser geschützt, da eine Liquidation zukünftig nur noch vollzogen werden kann, wenn die Mitarbeiter tatsächlich die Abfindung bzw. ihr Gehalt für die Zeit bis zum tatsächlichen Ausscheiden erhalten haben. / RSP (DE)/(RU

Stärkere Kontrolle von Bargeld- und Immobilientransaktionen

Die russische Finanzaufsicht in Person von Rosfinmonitoring erhält erweiterte Prüfungsrechte. Zukünftig werden tätigkeitsunabhängig alle Barein- und Barauszahlungen über Konten juristischer Personen kontrolliert, wenn sie 600.000 Rubel übersteigen. Der Meldepflicht durch die Geschäftsbanken unterliegen zukünftig alle Immobilientransaktionen im Wert von über 3 Mio. Rubel und Leasingtransaktionen über 600.000 Rubel. Kontrolliert werden nun außerdem alle Postanweisungen über 100.000 Rubel. / RSP (DE)/(RU

Beschäftigung ausländischer Studenten ohne Arbeitserlaubnis

Seit dem 5. August können Unternehmen ausländische Studenten beschäftigen, ohne dass für diese eine Arbeitserlaubnis eingeholt werden muss. Ausländer, die Vollzeit an staatlich registrierten Bildungseinrichtungen studieren, benötigen danach keine Arbeitserlaubnis mehr und können in ihrer Freizeit arbeiten. Beendet der Student sein Studium oder bricht er es ab, führt dies zwingend auch zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. / RSP (DE)/(RU)  

Weitere steuerliche Änderungen geplant

Sowohl Staatsduma als auch russische Regierung forcieren weitere Änderungen im russischen Steuerrecht, die für ausländische Investoren von Bedeutung sein können. So sollen u.a. Einlagen ins Vermögen einer Gesellschaft bei einem späteren Verkauf der Anteile durch den Gesellschafter sowie bei der Liquidation berücksichtigt und sich nunmehr gewinnmindernd auf die steuerliche Bemessungsgrundlage auswirken. Darüber sollen die u.a. für die Auszahlung von Dividenden an den wirtschaftlichen Endberechtigten die Besitzzeit und Beteiligungshöhe des direkt am russischen Unternehmen beteiligten Anteilseigners maßgeblich sein, was entsprechende Vereinfachungen bei Nachweis- und Dokumentationspflichten mit sich bringt. Andererseits wird mit Zypern, Luxemburg, Malta und unbestätigten Angaben zufolge den Niederlanden über eine Erhöhung der Quellensteuer auf Zinsen und Dividenden auf 15% verhandelt. Für das DBA mit Zypern, welches zwischenzeitlich schon als gekündigt galt, wurde Anfang der Woche eine Verhandlungslösung erzielt, die zum 1.1.2021 in Kraft tritt. Eine Kündigung der DBA würde sich erheblich auf die Kapitalflüsse und Wirtschaftsbeziehungen der Länder auswirken und könnte auch neue und höhere Quellensteuern beispielsweise auf Dienstleistungen und Lizenzgebühren nach sich ziehen. / RSP (DE)/(RU)

Fristablauf für CbCR-Meldung
Am 31. August 2020 läuft für das Wirtschaftsjahr 2019 die Meldepflicht im Rahmen des von der OECD eingeführten Country-by-Country Reporting (CbCR) ab. Mitglieder einer sog. multinationalen Unternehmensgruppe müssen den russischen Steuerbehörden eine entsprechende Beteiligung bis zu diesem Datum anzeigen. / RSP (DE)/(RU)

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