Deutscher Betreiber notwendig: Genehmigungsstopp für Nord Stream 2

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat das Zertifizierungsverfahren für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 vorübergehend ausgesetzt.

Deutscher Betreiber notwendig: Genehmigungsstopp für Nord Stream 2

Branchenexperten rechnen damit, dass die Entscheidung zur Inbetriebnahme der Pipeline nicht vor dem 8. Mai kommenden Jahres getroffen wird, aller Voraussicht nach sogar erst vier Monate später - das heißt zu Beginn des Herbstes 2022. Gleichwohl wird in der Branche nicht ausgeschlossen, dass die Pipeline auch ohne die Zertifizierung durch die Bundesnetzagentur in Betrieb genommen werden könnte. Der Betreiber würde dabei aber ein Bußgeld riskieren.

Laut der Regulierungsbehörde muss der Betreiber von Nord Stream 2 nach deutschem Recht organisiert sein. Die Bundesnetzagentur betonte, dass die Nord Stream 2 AG beschlossen habe, die bestehende Gesellschaft nicht umzuwandeln, sondern eine Tochtergesellschaft nach deutschem Recht ausschließlich für den deutschen Abschnitt der Pipeline zu gründen. Diese Tochtergesellschaft sollte Eigentümerin des deutschen Teilstücks der Gasleitung werden und dieses betreiben.

Vor dem Hintergrund der angekündigten Aussetzung des Nord-Stream 2-Zertifizierungsverfahrens fiel die Gazprom-Aktie an der Moskauer Börse auf 331,61 Rubel und lag damit fast zwei Prozent unter dem Wert vom 15. November.

Ursprünglich war geplant, dass die Gaspipeline Ende 2019 fertiggestellt wird, doch das Projekt wurde durch US-Sanktionen immer wieder verzögert. Washington sieht in Nord Stream 2 eine Gefahr für die europäische Energiesicherheit. Deutschland sieht in Nord Stream 2 ein wichtiges europäisches Wirtschaftsprojekt, das die Energieversorgung Europas stabilisiert und die Lieferrouten diversifizieren könnte.

BNetzA, RBC, Handelsblatt 

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