EAWU-Ministerin: Deutschland ist einer der wichtigsten Partner

In der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan tagte am 22. Oktober eine Konferenz zur Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), die gemeinsam von den AHKn in Russland, Belarus und Zentralasien organisiert wurde.

EAWU-Ministerin: Deutschland ist einer der wichtigsten Partner

Die EAWU ist ein Zusammenschluss der Staaten Russland, Belarus, Kasachstan, Kirgisien und Armenien zu einem Binnenmarkt mit Zollunion. Hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft zählten zu den Teilnehmern. Zentrales Thema war die Schaffung eines Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok. Am Vortag fand ein Runder Tisch zur technischen Regulierung statt, bei dem Fachexperten über Normung und Konformitätsbewertung in Kasachstan sowie die Harmonisierung von EAWU- mit EU-Normen diskutierten.

Eine vielbeachtete Rede hielt Veronika Nikischina, Ministerin für Handel der Eurasischen Wirtschaftskommission (EAWK). Ihr zufolge betrug der Handel zwischen den EAWU-Staaten 2018 knapp 60 Mrd. US-Dollar. Das gemeinsame BIP sei 2017 um 1,9% und 2018 um 2,5% gestiegen. Die EAWU bringe für alle Beteiligten Vorteile, etwa Freizügigkeit und freien Warenverkehr. Die Integration schreite in zahlreichen Bereichen wie Verbraucherschutz, Energie, Arbeitsmarkt, Industrie- und Landwirtschaftspolitik sowie Hygienevorschriften voran. Der Handel mit Drittländern sei 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19% auf 753 Mrd. Dollar gestiegen. 


Das 2015 mit Vietnam vereinbarte Freihandelsabkommen trägt Früchte, so Nikischina. Zudem wurde zuletzt ein Freihandel mit Singapur vereinbart. Man hoffe auf weitere Verträge mit Israel und Ägypten. Der Handel mit der EU ging infolge der Russland-Sanktionen stark zurück, wuchs aber 2018 im Vergleich zum Vorjahr stark um 22% auf 352,2 Mrd. Dollar. Deutschland sei als drittwichtigster Exportmarkt und zweitwichtigster Importmarkt einer der wichtigsten Handelspartner der EAWU.

2018 sei der Handel zwischen der EAWU und Deutschland um 18,9% auf 65,5 Mrd. Dollar gestiegen. In der ersten Jahreshälfte sei das Handelsvolumen aber um 11,1% auf 33 Mrd. Dollar zurückgegangen. Die EAWU liefert hauptsächlich Rohstoffe und Metall nach Deutschland, umgekehrt sind es vornehmlich Maschinen und Medizin. Doch Berlin sei nicht nur beim Handel ein wichtiger Partner, sondern auch bei Direktinvestitionen in der EAWU und bei der Lokalisierung von Produktionsstätten. 

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