Mehrheit deutscher Firmen zufrieden mit Russlandgeschäft

Trotz der schwachen Konjunktur, Sanktionen und großer politischer Spannungen beurteilt die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen in Russland (94 Prozent) ihre Geschäftslage als sehr gut, gut oder befriedigend. Das geht aus einer Zwischenauswertung der noch laufenden AHK-Geschäftsklimaumfrage hervor, die auf dem SPIEF vorgestellt wurde.

Mehrheit deutscher Firmen zufrieden mit Russlandgeschäft

51 Prozent der Unternehmen wollen mehr Mitarbeiter einstellen, lediglich 5 Prozent Mitarbeiter entlassen. 45 Prozent lassen die Mitarbeiterzahl gleich. 40 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten zwölf Monaten in Russland weitere Investitionen. In der Vorjahresumfrage lag der Wert bei 30 Prozent. „Das sind sensationell gute Zahlen. Ganz offenkundig können wir in diesem Jahr mit starken nachholenden Investitionen der deutschen Unternehmen in Russland rechnen, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschoben worden sind“, sagt AHK-Präsident Rainer Seele. 

Rund die Hälfte (51 Prozent) der nach Russland exportierenden Unternehmen rechnet mit steigenden Exporten nach Russland, 41 Prozent mit gleichbleibenden und lediglich 8 Prozent mit rückgängigen.  

Das größte Wachstum erwartet die deutsche Wirtschaft in Land- und Ernährungswirtschaft, IT und Telekom, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Gesundheitswirtschaft sowie Maschinen- und Anlagenbau. Auffällig ist der Trend hin zu Erneuerbaren Energien inmitten des Deutsch-Russischen Themenjahrs „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“.

„Die deutschen Firmen in Russland stellen sich bereits auf den Green Deal der EU und die neuen Klimaschutzinitiativen der Bundesregierung ein“, so Seele. „Die Partnerschaft zwischen Deutschland und Russland im Bereich nachhaltige Energie kann nicht nur die seit mehr als 50 Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit bei fossilen Energieträgern im 21. Jahrhundert fortschreiben, sondern auch zu einem wichtigen Element der dringend nötigen Entspannungspolitik zwischen Russland und dem Westen werden.“

92 Prozent der deutschen Firmen in Russland fordert die Aufhebung der Russlandsanktionen. 63 Prozent davon wünschen sich einen schrittweisen Abbau der Strafmaßnahmen, 29 Prozent ein sofortiges Ende. 43 Prozent der Firmen geht von zunehmender Bedeutung aus, 42 Prozent von einer gleichbleibenden und nur 8 Prozent sieht eine rückläufige Bedeutung.

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