Moskauer Unternehmens-Ombudsfrau will Roadmap mit AHK

Tatjana Minejewa, Ombudsfrau für Unternehmerrechte der Stadt Moskau, hat der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) vorgeschlagen, in einem gemeinsamen Fahrplan die Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit zu stellen. Ziel sei es, die deutsche Wirtschaft zeitnah über aktuelle Fördermaßnahmen zu informieren und in ihrem Interesse gemeinsame Initiativen anzustoßen, erklärte Minejewa in der Sitzung des AHK-Mittelstandskomitees am Donnerstag.

Moskauer Unternehmens-Ombudsfrau will Roadmap mit AHK

„Moskau ist sehr wichtig für die deutsche Wirtschaft, denn 60 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen haben hier ihren Sitz“, sagte Maxim Schachow, CEO von Schaeffler Russland und Leiter des Mittelstandskomitees und AHK-Vorstandsmitglied.   

Das Büro der Moskauer Ombudsfrau für Unternehmerrechte hatte ein Netzwerk aus Organisationen, Beiräten und Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, um Unternehmen in der russischen Hauptstadt auf allen Ebenen und in allen Branchen zu unterstützen. So bietet das Institut Pro Bono mit seinem 152-köpfigen professionellen Team ein breites Spektrum an juristischen Dienstleistungen an. Experten des Instituts beraten Geschäftsleute kostenlos, erfahrene Anwälte helfen der Ombudsfrau, systemrelevante Mängel im Gesetz zu entdecken und konkrete Verbesserungsvorschläge zu formulieren.

„Die Juristen helfen, verschiedene Förder- und Schutzmechanismen sowie Regierungsinitiativen zu formulieren“, sagte Minejewa dazu. „Wir haben eine sehr starke juristische Expertise“.

Dem Netzwerk gehört auch ein Investitionsbeirat an, der für ein günstiges Umfeld für russische und ausländische Unternehmen in Moskau zu sorgen hat. Seine Mitarbeiter informieren über besonders attraktive Investitionsstandorte in der Hauptstadt sowie über Branchen, in denen Investoren mit Unterstützung rechnen können. Das Gremium steht Investoren auch beim Schutz ihrer Rechte bei.

Aus Meinungsführern, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, prominenten Medienvertretern und Branchenführern wurde eine Kammer der Gesellschaftsbeauftragten gebildet. Sie verleiht der Wirtschaft eine Stimme, indem sie Fragen, die die Geschäftsleute umtreiben, zur öffentlichen Diskussion bringt. Viele der Gesellschaftsbeauftragten stehen auch gesellschaftlichen Beiräten bei staatlichen Kontroll- und Aufsichtsbehörden vor und haben damit die Möglichkeit, die Belange der Wirtschaft im direkten Kontakt mit der Politik zu verteidigen.

„Angesichts der Ressource dieser Menschen können die Behörden unsere Stimme nicht überhören", kommentierte Minejewa die Bedeutung der Kammer. Alle notwendigen Informationen zum Netzwerk der Moskauer Ombudsfrau für Unternehmerrechte einschließlich Teilorganisationen, Beiräte, Arbeitsgruppen und Adressen der öffentlichen Beratungsstellen finden Sie unter diesem Link.

Pawel Kondraschow von der Entwicklungsgesellschaft für kleine und mittlere Unternehmen („KMU-Agentur“), der ebenfalls an der Sitzung teilnahm, verwies darauf, dass Russlands Präsident Wladimir Putin in seiner diesjährigen Ansprache zur Lage der Nation über die Förderung von unternehmerischen Initiativen durch den Staat gesprochen und dazu aufgerufen habe, den Mittelständlern bei den Einkäufen großer Staatsunternehmen die Möglichkeit zu bieten, ihre Umsätze zu steigern. Die KMU-Agentur wolle sich von dieser Vorgabe des Präsidenten leiten lassen, sagte Kondraschow. Ein wichtiges Tätigkeitsfeld der KMU-Agentur sei deshalb die Durchführung von Seminaren, in denen Wirtschaftsvertretern dargelegt werde, wie sie von den Einkäufen staatlicher Unternehmen profitieren könnten. „KMU können an den Einkäufen mit einem Umfang von insgesamt mehr als 3,9 Billionen Rubel im Jahr teilnehmen. Und dieser Umfang steigt kontinuierlich an“, erläuterte Kondraschow.

„KMU können an Einkäufen von Staatsunternehmen mit einem Umfang von insgesamt 3,5 Billionen Rubel im Jahr teilnehmen. Und dieser Umfang wird ständig aktualisiert“, so Kondraschow zu den Chancen, die sich Mittelständlern im öffentlichen Beschaffungswesen bieten.

Roman Gorovoy, Chef und Eigentümer des Haushaltsgeräteherstellers Electrostar/Starmix, sprach in der Sitzung des AHK-Mittelstandskomitees über die Erfolgsgeschichte des deutschen Traditionsunternehmens, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Er erzählte, wie die legendäre Marke dank Umstrukturierung und der Führungskompetenz von Electrostar/Starmix nach der Rezession durchstarten konnte.

Erich Rath, Jurist und Leiter für Geschäftsfeldentwicklung bei Sterngoff Audit, gab praktische Ratschläge zur Erlangung des KMU-Status für ausländische Unternehmen in Russland. Er ging auf die Vorteile des KMU-Status ein, erzählte über Kriterien, die für seine Erlangung erfüllt werden müssen, und fasste die wichtigsten Aspekte zusammen, die im Antrag auf die Aufnahme ins KMU-Register zu beachten sind. Sein Vortrag ist unter diesem Link zu finden.

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