optimised

Die Russland-Meister
Мастера России: сделано по‑немецки

Zurück zur Hauptseite Feedback
Sprache:

Die AHK-Russland-Rallye

Unsere Reise durch die 11 WM-Städte

Die Stationen

Kaliningrad

Abfahrt

Moskau

Nischni Nowgorod

Kasan

Samara

Saransk

Wolgograd

Rostow am Don

Sotschi

Jekaterinburg

St. Petersburg

über die Tour

Im Rahmen des Projekts "Die Russland-Meister" haben wir das Land bereist und Fabriken, Kraftwerke und Ölfelder besucht, um die Arbeit deutscher Unternehmen in Russland vorzustellen. Anschließend fuhr das Russland-Meister-Team durch die elf Städte der Fußball-Weltmeisterschaft, auf der Suche nach Geschichten und Erfolgsgeschichten.

„Mit diesem Projekt wollen wir Russland von seiner schönen Seite zeigen, ein Land, in dem die deutsche Wirtschaft heimisch geworden ist“, sagt Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsche-Russischen Auslandshandelskammer (AHK).

Am 23. Mai begann in Moskau – organisiert mit Unterstützung von Volkswagen Group Rus – die AHK WM-Rallye durch alle Städte Russlands, in denen die Spiele stattfinden. Drei VW Tiguan, die im russischen VW-Werk in Kaluga vom Fließband gelaufen sind, fuhren dabei eine Strecke von fast 5.000 Kilometern. Mit an Bord waren Projektleiter und Autor Bojan Krstulovic und Autor Frank Ebbecke sowie ein Fotograf und ein Kamera-Team. 


Sponsored by Volkswagen Group Rus

Moskau

20 – 21 Mai

Die Herren der Ampeln

Moskau, das nie schläft, kämpft mit der modernsten Verkehrsleitzentrale Europas gegen den ewigen Stau

Das Kontrollzentrum der Moskauer Verkehrsleitzentrale ZODD könnte als Kulisse für einen Science-Fiction-Film dienen. Hier ist alles Bildschirm. Vorne dominiert eine ganze Wand, auf der mal in Grün, Gelb und Rot die Verkehrssituation der Stadt in Echtzeit erscheint. Grün für freie Fahrt, gelb für zähflüssig, rot für Stau. Mal ploppen ein Dutzend Live-Bilder von Straßen und Kreuzungen in Schwarzweiß auf. Und links oben steht in großen Ziffern 146 geschrieben – so viele Kilometer Staus gibt es an diesem Vormittag. Zu den Stoßzeiten sind es mehr als 200. Die Mitarbeiter des Zentrums konzentrieren sich auf ihre eigenen, kleineren Monitore.

Im ZODD, der modernsten Verkehrsleitzentrale einer europäischen Metropole. 

Im ZODD, der modernsten Verkehrsleitzentrale einer europäischen Metropole, laufen Informationen von 1500 Kameras zusammen, verstreut über alle Ecken der 12 -Millionen-Einwohner-Stadt. Sie zählen jeden Tag im Durchschnitt 3,1 Millionen Autos auf Moskaus Straßen. Anders als dort draußen ist es still in diesem Verkehrs-Kino. Sein Regisseur heißt Alexander Jewsin, Leiter des Kontrollzentrums. Jewsin ist der Herr über Moskaus Straßen, eine Megacity, die tagsüber dynamisch und aggressiv ist wie sonst nur New York und Shanghai und nachts ausgelassener feiert als beinahe jede andere europäische Hauptstadt. Und die den Fortschritt umarmt: Seit vier Jahren gibt es in der Metro flächendeckend Internet, Parkplatzgebühren können sekundenschnell über das Handy bezahlt werden und Moskau ist schon jetzt für den 5-G-Mobilfunk und Datenverkehr gut vorbereitet. Den Rhythmus dieser Stadt“, sagt Jewsin, bestimmen die miteinander vernetzten Ampeln an den großen Magistralen. Wenn etwa am Freitagabend alle gleichzeig zur Datscha im Grünen flüchten, sorgen die Computer des ZODD für eine „Grüne Welle“ auf den Ausfallstraßen Moskaus. Jede Ampel kann auf unvorhergesehene Situationen reagieren. Das System meldet automatisch, wenn es zu einem Stau kommt. „Wenn wir dann rechtzeitig die richtigen Maßnahmen ergreifen, ist es schon nach einer Viertelstunde vorbei“, so Jewsin. 

Das ZODD kann die Ampeln umschalten oder auch Verkehrspolizisten zum Brennpunkt schicken. Zur Rush-Hour schlägt das System an vielen Stellen gleichzeitig Alarm. Dann sind die Männer und Frauen vor den kleinen Monitoren gefragt. Sie schätzen ein, wo eine Änderung der Ampelphasen sinnvoll ist und wo ein Eingreifen die Lage nur noch verschlimmert.

Moskau war lange als Stau-Hauptstadt Europas verschrien. Allmorgendlich drohte das Herz Russlands zu stocken. Dann verstopften Blechlawinen hoffnungslos die Arterien seiner Hauptstadt Moskau, weil Millionen Menschen zur gleichen Zeit in dieselbe Richtung wollen – ins Zentrum, wo ihre Arbeitsplätze sind, wo in Moskau die Musik spielt. Lange Schlangen bilden sich dann vor den langen Rolltreppen ins unterirdische Reich der Moskauer Metro.

Metrostation Taganskajha, eröffnet 1950: Prächtige Wandmosaiken aus der Nachkriegszeit erinnern an den 2. Weltkrieg.

Um nicht vollends im Verkehr zu ersticken, hat die Stadt mit einem jungen Ministerteam rund um Bürgermeister Sergej Sobjanin buchstäblich Berge versetzt. Die Metro, seit jeher nicht nur das schönste, sondern mit Zügen im Minuten-Takt auch eines der schnellsten U-Bahn-Netze der Welt, frisst sich immer schneller durch den Untergrund Moskaus. 212 Stationen gibt es, elf davon kamen allein in den vergangenen drei Jahren dazu. Acht neue Stationen werden in diesem Sommer eröffnet, bei neun weiteren der Grundstein gelegt.

 Fast jeden Monat werden neue Stationen eröffnet, was für die Anwohner immer wie Geburtstag und Weihnachten zugleich ist. Auch über der Erde tut sich nach Jahren des Nichtstuns etwas. Vorbei sind die Zeiten, als ein Heer von rostigen Kleinbussen die Straßen unsicher machten. Inzwischen befördern modernen Busse und Straßenbahnen mehr als sechs Millionen Menschen täglich, fast schon so viele wie die Metro, die mit bis zu neun Millionen Rekordhalter in Europa ist. Auch entstehen allerorten neue Straßen und ausladende Kreuzungs-Schleifen, die sich vor denen auf amerikanischen Highways nicht verstecken müssen.

Zu den Stoßzeiten ist die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Straßen in den vergangenen fünf Jahren nach Messungen von Yandex, dem „russischen Google“ sogar um zehn Prozent gestiegen. Mittlerweile besuchen Delegationen aus Europa, Asien und Südamerika die Moskauer High-Tech-Anlage, weil auch sie eine moderne Verkehrsplanung brauchen. Jewsin ist überzeugt, dass die Möglichkeiten seines Systems noch lange nicht ausgereizt sind. „Moskau hat gar nicht zu viele Autos, man muss sie nur gleichmäßiger verteilen“, meint er.

Das Kontrollzentrum der Moskauer Verkehrsleitzentrale ZODD könnte als Kulisse für einen Science-Fiction-Film dienen. Hier ist alles Bildschirm. Vorne dominiert eine ganze Wand, auf der mal in Grün, Gelb und Rot die Verkehrssituation der Stadt in Echtzeit erscheint. Grün für freie Fahrt, gelb für zähflüssig, rot für Stau. Mal ploppen ein Dutzend Live-Bilder von Straßen und Kreuzungen in Schwarzweiß auf. Und links oben steht in großen Ziffern 146 geschrieben – so viele Kilometer Staus gibt es an diesem Vormittag. Zu den Stoßzeiten sind es mehr als 200. Die Mitarbeiter des Zentrums konzentrieren sich auf ihre eigenen, kleineren Monitore.

Die Station Troparjowo am Ende der roten Moskauer Metro-Linie beeindruckt mit stählernen Leuchtern, die an Bäume erinnern.
Pünktlichkeit ist auch eine Metro-Tugend: Die Lokführer sollen ihren Fahrplan in 99,98% der Fälle einhalten. Die Züge fahren im 90-Sekunden-Takt.
Für ihre langen Rolltreppen bekannt, hat die Moskauer U-Bahn 2017 fast 2,5 Mrd. Personen befördert. Der absolute Tagesrekord wurde am 26. Dezember 2014 aufgestellt, als 9,71 Mio. Passagiere die Metro benutzt haben.
Nicht erst seit der Fußball-WM steht diese Bronze-Skulptur in der Metro-Station "Ploschad Revoljuzii" im Zentrum der russischen Hauptstadt: Die Station wurde 1938 eröffnet und zeigt insgesamt 76 Statuen.
Fast 50.000 Menschen arbeiten bei der Metro, davon sind rund 40 Prozent Frauen. Einige von Ihnen trifft man in jeder Station an, wo sie den Rolltreppenverkehr überwachen und im Fall der Fälle den Nothebel ziehen. Der Job wird allerdings bald ausgemustert. In wenigen Jahren soll moderne Elektronik die netten Wächterinnen ersetzen.
Eine Studentenweisheit besagt, dass es Glück bringt, die Schnauze des Hundes einer bronzenen Grenzschützer-Statue in der Moskau Metrostation Ploschad Revoluzii zu streicheln. Man sieht es ihr an.
Die Station am Kiewer Bahnhof von 1954 enthält in ihrer von Pylonen getragenen und aufwändigen Kronleuchtern beleuchteten Halle zahlreiche Mosaiken zum Thema der russisch-ukrainischen Freundschaft.
Im Kontrollzentrum der Moskauer Verkehrsleitzentrale ZODD laufen Informationen von 1500 Kameras zusammen. Über die Steuerung von Ampeln sollen so die berüchtigten Moskauer Staus eingedämmt werden.
Die Mitarbeiter der Moskauer Verkehrsleitzentrale können auf ihren Monitoren sehen, wo der Verkehr in der 12-Millionen-Metropole stockt. Im Durchschnitt bewegen sich täglich 3,1 Millionen Autos auf Moskaus Straßen.
Die grünen Engel: Zwei Mitarbeiter ZODD-Verkehrspatrouille sind im Dauereinsatz…
…kommt es zu einem Unfall, erstellen sie Protokoll und rufen den Abschleppwagen.
Um die Verkehrslage aus der Vogelperspektive zu überprüfen, lässt die Patrouille ihre Drohne steigen.
Der futuristische Eingang zur Metro-Station Troparjowo im Südwesten Moskaus. Die Station wurde erst 2016 eröffnet.

Videobericht /1

Die AHK-Russland-Rallye MOSKAU
Montag, 8:20

Die Herren der Ampeln Moskau, das nie schläft, kämpft mit der modernsten Verkehrsleitzentrale Europas gegen den ewigen Stau

Die Reise in den Sozialen Netzwerken:

Feedback
Kontakt
Haus der deutschen Wirtschaft
Kasatschi pereulok 7, 119017 Moskau (Метро “Полянка”)
Google Map
Telefon:

+7 495 234 49 50

Telefon:

+7 495 234 49 53

E-mail...:

+7 495 234 49 53

Fax:

+7 495 234 49 51

Danke! Ihre Nachricht wurde abgeschickt!